Angstpatienten

Zahnarztangst ist weit verbreitet. In Deutschland geben über 60 Prozent der Bevölkerung an, Angst vor dem Zahnarzt zu haben. Bis zu 20 Prozent haben eine überdurchschnittlich große Angst, die Krankheitswert hat und Phobie genannt wird.

Die Gründe für Angst vor einem Zahnarzt sind sehr vielschichtig, einige Beispiele: Als Kind beim Zahnarzt festgehalten und zu schmerzhaften Behandlungen gezwungen oder vereiterte Zähne ohne Spritze gezogen, die fremde Umgebung, manchmal reicht auch das Geräusch eines Bohrers oder der Geruch in der Praxis. Manche Menschen fürchten am meisten den Kontrollverlust und die Tatsache, dem Zahnarzt ausgeliefert zu sein. Angst vor Schmerzen, Angst vor Spritzen, Angst vor Kritik, weil man jahrelang nicht zur Untersuchung war, sind weitere Beispiele, die zu einer allgemeinen Zahnarztangst führen können.

Kleine Kinder oder Patienten mit geistiger Behinderung haben häufig diffuse Ängste, ohne vorab schlechte Erfahrungen gemacht zu haben.

Wir nehmen Zahnarztangst ernst und helfen Ihnen, sie zu überwinden.

In einem ungezwungenen Gespräch lernen wir uns kennen, im Besprechungszimmer, nicht im Behandlungszimmer. Wir fertigen Röntgenbilder an und besprechen die nötigen Behandlungsschritte.

Häufig können so schon Ängste abgebaut und langsam, schonend und einfühlsam dringende Behandlungen wach durchgeführt werden.

Ist dies nicht möglich, bieten wir Ihnen die Möglichkeit der Behandlung in Narkose.
Diese Behandlungen erfolgen in Vollnarkose ambulant, d.h. nach der Behandlung gehen Sie wieder nach Hause. Während Sie schlafen können wir die zahnärztliche Prophylaxe, Füllungen oder auch , falls erforderlich, chirurgische Maßnahmen, durchführen, ohne dass Sie irgend etwas merken.

Dabei werden Sie von erfahrenen Anästhesisten betreut. Sie können bei unserem Anästhesie-Team zwischen Dr. Bahner-Würth, Dr. Herrmann, Dr. Frey und Dr. Fischer wählen.

Die Erfahrungen aus unzähligen Behandlungen von Patienten mit extremer Angst zeigen, dass, wenn erst einmal die große Sanierung in Narkose erfolgt ist, die spätere Aufrechterhaltung des Erfolges durch Erwachsenen-Prophylaxe ganz unproblematisch ohne Narkose durchgeführt werden kann.

Die Kosten für die Anästhesie übernimmt die gesetzliche und natürlich die private Krankenkasse, wenn eine Überweisung Ihres Hausarztes mit der Diagnose „Angststörung“ und dem entsprechenden ICD Code vorliegt. Die zahnärztlichen Leistungen werden wie bei „normaler“ Behandlung abgerechnet.

Wenn einmal die große Hürde genommen ist und die Zähne wieder hergestellt sind, ist der Teufelskreis aus Scham, Schmerz und Angst durchbrochen. Allmählich stellt sich dann wieder Vertrauen ein.